Flugblatt zur Abschaffung des G3

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Mit Verwunderung und Besorgnis haben die Mitglieder der GdP Regionalgruppe Lauenburg-Stormarn die dienstliche Mitteilung aufgenommen, dass mit Ablauf des Monats August 2019 die Gewehre des Typ „G3“ eingezogen werden.

Diese Gewehre wurden an größeren Standorten vorgehalten, um sie im Notfall zum waidgerechten Erlegen von Tieren einsetzen zu können.

Zum Hintergrund ist anzumerken, dass größere Tiere, wie z.B. Rinder, tiergerecht und im entsprechenden Notfall auch schnell nur mit geeigneten Gewehren und entsprechender Munition erlegt werden können. Für diese Fälle wurde das G3 angeschafft, da die dienstliche Pistole und Maschinenpistole deutlich weniger geeignet sind.

Die neu zur Terrorabwehr beschaffte Mitteldistanzwaffe „MCX“ ist hierzu ebenfalls nicht geeignet, da diese für einen anderen Einsatzbereich bestimmt ist.

Es kommt leider immer wieder vor, dass von ausgerissenen Tieren eine Gefahr ausgeht, die als letztes Mittel die Tötung der Tiere erforderlich macht. Auch diese Fälle hat es in der Polizeidirektion Ratzeburg in der Vergangenheit gegeben.

Kürzlich mussten Kollegen in Bayern einen Stier erlegen, der zuvor zwei Landwirte tödlich verletzt hatte.

Auch viele Einsatztrainer und Jäger unter den Mitarbeitenden teilen die Sorge der Kolleginnen und Kollegen aus fachlicher Sicht.

Die GdP Regionalgruppe Lauenburg-Stormarn fordert deshalb, dass die vorhandenen Gewehre des Typ „G3“ weiter für diese Fälle vorgehalten werden, damit im Notfall die eingesetzten Polizeibeamten schnell die Bürger schützen und ein Tier ohne unnötige Leiden erlegen können.

gez. Marco Hecht-Hinz, Vorsitzender

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